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„B2B-Onlineshops haben sich zu umfassenden Kunden-Serviceplattformen entwickelt“

Interview mit Ulrich Zahner zu aktuellen Entwicklungen im B2B-E-Commerce


B2B-E-Commerce boomt. Damit einher gehen auch steigende Ansprüche an Online-Shops. Dies gilt insbesondere für den B2B-Bereich, indem die Suche nach praktischen Einkaufsmöglichkeiten im Internet einen immer größeren Stellenwert hat. Mehr denn je sind Betreiber von Online-Shops gefordert, ihre Lösungen laufend weiterzuentwickeln und an steigende Kundenbedürfnisse anzupassen.

Mit Ulrich Zahner, Mitglied der Geschäftsführung von Allgeier IT, sprachen wir über den Wachstumsmarkt und Trends im B2B-E-Commerce.

 

 

Uli, E-Commerce boomt. Laut Prognosen ist bis 2025 mit einem jährlichen Umsatzwachstum im E-Commerce von mehr als fünf Prozent zu rechnen. Dabei soll das Wachstum im B2B-Geschäft bis zu dreimal so hoch sein wie im B2C-Bereich. Erläutere uns doch bitte worin sich die beiden grundsätzlich unterscheiden!

 

Auf den ersten Blick scheint es nur wenige Unterschiede zwischen B2C- und B2B-E-Commerce zu geben. Im Grunde geht es bei beiden ja darum, Produkte über einen Webshop zu vertreiben. Die Realität ist jedoch wesentlich komplexer. B2C-Kunden nutzen Online-Shops gerne zum Stöbern, tätigen meist Einzelkäufe und sind eher selten an eine Plattform gebunden. Im B2B-Bereich hingegen haben sich Online-Shops von einem klassischen Verkaufstool zu einer umfassenden Serviceplattform entwickelt. Es geht hier um Plattformen, auf denen Kunden rund um die Uhr vollen Einblick auf sämtliche Rechnungen, Bestellungen, Aufträge, Beschwerden etc. haben. Als digitale Serviceplattform mit Komfortfunktionen wie individueller Preisberechnung ist der Onlineshop damit ein zentrales Element zur Kundenbindung.


E-Commerce verändert sich rasend schnell, der Innovationsdruck ist hoch. Wie verändert sich das Geschäft im
B2B-E-Commerce?

Generell zeigt sich, dass an E-Commerce heute kein Weg mehr vorbeiführt. Corona hat diesen Effekt weiter verstärkt. Laut einer aktuellen Umfrage der BITKOM kaufen vier von zehn Online-Shoppern seit Ausbruch der Pandemie mehr im Internet. Dies gilt auch für den B2B-Bereich. Gerade Produkte wie Rohstoffe, Baumaterialien, Baumaschinen etc. werden vermehrt über Online-Shops vertrieben. Grundsätzlich gilt, dass E-Commerce mehr denn je kein einmaliges Projekt ist, sondern als fortlaufender Prozess gesehen werden muss. Was heute aktuell ist, kann morgen schon überholt sein. Entsprechend müssen Betreiber ihre Technologien ständig weiterentwickeln. Ein zentraler Punkt hierbei: Für ein zukunftsfähiges System müssen Software-Architekturen modular aufgebaut sein und sich flexibel an neue Anforderungen anpassen.


User Experience lautet ein Buzzword. Wie wichtig ist die User Experience im B2B E-Commerce?


Wichtig, sehr wichtig! Die User Experience ist ein zentrales Kriterium im B2B-E-Commerce: Shopsysteme müssen mehr denn je einfach und gleichzeitig übersichtlich bedienbar sein. Dies gilt übrigens immer mehr auch für die mobile Darstellung. Denn: Das Smartphone wird als Online-Shopping-Gerät immer wichtiger, das gilt auch im B2B-Bereich. Auch hierzu eine interessante Zahl der BITKOM-Untersuchung: 60 Prozent der Befragten nutzen mittlerweile das Smartphone für den Online-Kauf. Damit ist das Smartphone zum ersten Mal Shopping-Device Nummer Eins. Ein klassisches Beispiel, um in der B2B-Branche zu bleiben, ist die Baustelle, von wo aus, also zwischen Holzpaletten und Mörtel, noch einen Sack Zement benötigt wird. Hier muss sichergestellt sein, dass Kunden mit nur wenigen Klicks das Material bestellen können und wissen, wann es geliefert wird.


Der Anbietermarkt ist groß. Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl einer B2B-E-Commerce Plattform achten?


Ja, das stimmt, doch es gibt klare Kriterien, an denen sich Unternehmen orientieren können. Neben den angesprochenen Punkten User Experience und modularen Software-Architekturen sind natürlich schnelle Reaktionszeiten und Personalisierung relevant. Der wichtigste Faktor ist aber ein anderer. Das Shopsystem inklusive der komplexen und individuellen Preiskalkulation sollte über das ERP-System gesteuert werden können. Das ist die Grundlage, um Zeitaufwand und Kosten zu senken. Die Schnittstelle von E-Commerce zum ERP ist somit essenziell.


Wir halten fest: Das B2B-E-Commerce Geschäft ist hochdynamisch. Wohin wird sich der Markt entwickeln?


Der klassische Handel hat längst nicht ausgedient, jedoch gewinnt der Vertrieb über das Internet auch weiter kontinuierlich an Wert. Denn: die neue Generation an Entscheidern ist mit den digitalen Möglichkeiten bestens vertraut und weiß um die vielfältigen Vorteile: Zugänglichkeit und Verfügbarkeit rund um die Uhr. Selbst die Beschaffung von klassischen Produkten wie Baumaterialien über Online-Kanäle ist heute selbstverständlich. Dieser Druck zwingt Unternehmen zu einer ständigen Weiterentwicklung des E-Business und von Online-Shopsystemen, die sich immer stärker zu Kunden-Serviceplattformen entwickeln. Ein weiteres Zukunftsthema: die Automatisierung von Prozessen. Dies erstreckt sich von den Bestellprozessen bis zur Lagerhaltung und darüber hinaus. Was digitalisiert wird, wird ab einem gewissen Punkt auch automatisiert. Hier ist noch einmal die Bedeutung der Verknüpfung von ERP-Systemen und E-Commerce-Plattformen zu betonen: mit reibungslosen Verbindungen über Systeme hinweg schaffen wir die Grundlage für die nächsten Schritte bei diesem spannenden Thema.


Ihre E-Commerce- und ERP-Experten

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